Teilung von Pensionskassenguthaben (auch mit Auslandsbezug)

Arbeiten Sie in der Schweiz und haben Guthaben der beruflichen Vorsorge (2. Säule) erwirtschaftet und wurden im Ausland geschieden? Wurde dabei auch vereinbart, dass die Guthaben der Altersvorsorge zwischen den Ehegatten aufgeteilt werden? Ausländische Scheidungsurteile, die eine solche Teilungsbestimmung enthalten, können seit der Gesetzesänderung per 1. Januar 2017 in der Schweiz nicht mehr anerkannt werden und die schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen sind nicht berechtigt, eine Teilung gestützt auf ein ausländisches Scheidungsurteil durchzuführen. Seit Einführung der Gesetzesänderung besteht eine ausschliessliche schweizerische Zuständigkeit.

Dies hat zur Folge, dass ein ausländisches Scheidungsurteil zwingend in der Schweiz ergänzt werden muss, wenn einer der oder beide geschiedenen Ehegatten während der Ehe in der Schweiz gearbeitet hat. Nur so kann das schweizerische Vorsorgeguthaben hälftig auf die geschiedenen Ehegatten aufgeteilt werden.

Das ausländische Scheidungsurteil kann in der Schweiz erst ergänzt werden, wenn dieses rechtskräftig geworden ist. Es ist jedoch sinnvoll, bereits vor Aufnahme der Scheidungsverhandlungen zu klären, welche steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten für beide Seiten vorteilhafte Auswirkungen haben und welche prozessualen Möglichkeiten bestehen, um diese Teilungsverfahren effizient und einvernehmlich durchzuführen.

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